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  • AutorenbildVivien Keck

Sauerteig

Aktualisiert: 30. Mai 2023

Der Sauerteig ist ein gesundes Backtriebmittel für Brote und Brötchen. Sauerteig ist ein Vorteig aus vorzugsweise fein geschrotetem Mehl und Wasser. Der Sauerteig enthält sogenannte Mikroorganismen, die laufend säuern und gären. Durch die Gärung entstehen -durch Kohlenstoffdioxid- besondere Gase, die dem Brotteig sozusagen "Luft in den Teig" pusten. So brauchst Du keine Hefe oder Backpulver benutzen. Durch dieses saure Milieu der Mikroorganismen entsteht ein leicht säuerlicher Geschmack. Dieses Milieu ist sehr gut für deine Darmflora. Das Brot ist einfach bekömmlicher für deine Verdauung und sehr gesund für deinen Körper.


Der Sauerteig wird als Triebmittel zur Lockerung von Broten zugeführt. Er wird meistens für Roggenbrote benutzt, um Roggenteige backfähig zu machen. Ab einem Roggenanteil von 25% würde ich das Brot oder die Brötchen mit Sauerteig backen.


Der Sauerteig wird dauerhaft mittels Milchsäurebakterien und Hefen in Gärung gehalten.

Hier erfährst Du, wie Du den Sauerteigansatz ganz leicht selbst herstellen kannst und über dein ganzes Leben füttern/ haltbar machen kannst.

Für Allergiker ist Dinkelsauerteig eine gute Alternative. Der schmeckt nicht ganz so sauer, aber funktioniert genauso gut.


Zutaten in Bio-Qualität


200g Roggenschrot ersatzweise Dinkelschrot

Es wird auch mit Vollkornmehl funktionieren.

lauwarmes Wasser


Zubereitung


1. Tag

50 Gramm Schrot in eine größere Schüssel füllen. 50 Gramm lauwarmes Wasser zugießen, von Hand mit einer Gabel verrühren und 24 Stunden bei Raumtemperatur zugedeckt stehen lassen.


2. Tag

50 Gramm Schrot zusammen mit 50 Gramm lauwarmen Wasser zum 1. Ansatz in die Schüssel geben und von Hand mit einer sauberen Gabel verrühren. Weitere 24 Stunden bei Raumtemperatur zugedeckt stehen lassen.


3. Tag

100 Gramm Schrot zusammen mit 100 Gramm lauwarmen Wasser zum Ansatz von Tag 1 und 2 geben, wieder verrühren und weitere 24 Stunden zugedeckt stehen lassen.


4. Tag


Der Sauerteig ist fertig! Von diesem Sauerteig immer circa 50 Gramm zurückbehalten zur Sauerteigvermehrung.


Um so älter der Sauerteig ist, umso besser funktioniert er. Also gib deinem Sauerteig etwas Zeit sich zu entwickeln. Auch Du wirst mit der Zeit ein Gefühl für deinen Sauerteig finden. So wirst Du merken, dass ein selbstgerechter Sauerteig keine Umstände macht. Deinen ersten Sauerteigbroten kannst Du noch ein wenig frische Hefe hinzufügen, sonst werden die Brote klitschig fest.


Sauerteigvermehrung


Ich nehme die 50 Gramm des zurückbehaltenen Sauerteiges und fülle den Teig in eine saubere Schüssel oder Glas. Nun geben ich 50 Gramm Schrot oder Vollkornmehl (Roggen oder Dinkel) hinzu und 30-50 Gramm lauwarmes Wasser. Das verrühr ich dann wieder zu einem pfannkuchenartigen Brei.


Ab in den Kühlschrank damit. Alle 4 bis 6 Tage geben ich wieder 50 Gramm Mehl oder Schrot und lauwarmes Wasser hinzu. Stell ihn dann wieder in den Kühlschrank.


Möchtest Du erneut ein Brot backen, nimm den Sauerteigansatz aus dem Kühlschrank. Nun gibst Du dem Sauerteig wieder Schrot/Mehl und lauwarmes Wasser dazu, Es muss wieder ein Brei ergeben. Nimm davon wieder 50 Gramm in ein neues Glas ab und stell es in den Kühlschrank. Den restlichen Sauerteig lässt Du bei circa 2 - 12 Stunden bei Raumtemperatur stehen. Es kommt nicht darauf an wie lange er steht. Solltest Du morgens ein Brot backen wollen, dann nimm den Teig am Abend vorher aus dem Kühlschrank und bereite ihn vor für den nächsten Morgen. Denk immer daran. Nimm zum Anfang erstmal größere saubere Gefäße, da der Sauerteig sich verdoppelt. Nach circa 2 Wochen noch mehr als am Anfang. Probier dich ein bisschen aus, um deinen perfekten Sauerteig herzustellen.


Haltbar machen von Sauerteig


1. Kühlen


Im verschlossenen, nicht zu kleinem, gut gesäuberten Glas überlebt der Sauerteig 7 bis 10 Tage - im Kühlschrank


2. Verkrümeln


Du gibst zum übrig gebliebenen Sauerteig so viel Vollkornmehl hinzu, so dass Du den Sauerteig zu feinen Krümeln zerreiben kannst. Bitte kein Wasser zugeben! In einem geschlossenen Behälter ist dieser gekühlt 2-3 Monate haltbar. Willst Du den "Krümelsauer" weiter benutzen gib lauwarmes Wasser dazu. Es soll ein pfannkuchenteigartige Masse ergeben. Entweder vermehren oder direkt wie frischen Sauerteig nach einer Ruhezeit bei Raumtemperatur verwenden.


3. Einfrieren


Den Sauerteig einfach in einem Glas einfrieren. Willst Du den Sauerteig benutzen, lässt Du ihn einfach auftauen und fütterst ihn wieder. Danach wieder bei Raumtemperatur stehen lassen.


4. Trocknen


Den Sauerteig sehr dünn auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen. Entweder 3 Tage stehen lassen oder bei 30- 40 Grad im Backofen trocknen. Du kannst den Sauerteig auch auf eine Dörrfolie streichen und bei circa 40 Grad im Dörrautomaten trocknen lassen. Danach von der Folie abbröckeln und in ein Glas füllen. Es ist ein Leben lang haltbar. Möchtest Du den Sauerteig aktivieren, so verrührst Du ihn wieder wie bei Tag 1, circa 50 Gramm Schrot/Mehl mit lauwarmen Wasser und gibst etwa 1 Esslöffel von dem getrocknetem Sauerteig noch mit hinzu. Wieder bei Raumtemperatur stehen lassen.





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